DER Bildungserinnerungen, Geschichten und Erfahrungen der indigenen Kaingang in Canela/RS: Überliefertes Wissen, Traditionen und Widerstand
DOI:
https://doi.org/10.48017/rc.v4i1.661Schlagworte:
Indigene Bildung; Kaingang; Bildungsunterlagen; Überliefertes Wissen; InterkulturalitätAbstract
Dieser Artikel präsentiert eine Auswahl der Ergebnisse der Masterarbeit der indigenen Forscherin Tariana. Sie untersuchte die Bildungserinnerungen, das überlieferte Wissen und die kulturellen Praktiken ihrer Gemeinschaft in Canela/RS. Die qualitative und ethnografische Forschung basierte auf teilnehmender Beobachtung, Interviews mit dem Häuptling und anderen Dorfbewohnern, formellen und informellen Gesprächen sowie der Dokumentation des Alltags. Analysiert wurden Dimensionen indigener Bildung im Zusammenhang mit Wissensvermittlung, Tradition, Handwerk, Kindererziehung, der Verwendung von Heilkräutern und der Wertschätzung der Muttersprache. Die Ergebnisse zeigen, dass das kollektive Gedächtnis eine zentrale Rolle im Lernprozess spielt und die Kaingang-Bildung einen kontinuierlichen Prozess kulturellen Widerstands und der Identitätsfindung darstellt. Dazu stützt sich die Arbeit auf Beiträge indigener und nicht-indigener Autor*innen, die sich mit interkultureller Bildung, der Geschichte der Kaingang und den Prozessen der Weitergabe traditionellen Wissens auseinandersetzen. Sie unterstreicht die Bedeutung einer Pädagogik, die ursprüngliche Erkenntnistheorien wertschätzt und die Vielfalt der Lehr- und Lernmethoden anerkennt.
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